JUZ Hofheim - Startseite JUZ Hofheim - Internes JUZ Hofheim - Rechtliches JUZ Hofheim - Rückblick Steckbriefe JUZ Hofheim - Outerlimits JUZ Hofheim - Gaudikicker JUZ Hofheim - Gästebuch Kontakt JUZ Hofheim - Impressum
  Neue Seite in Arbeit
...
spacer
 
   


Zur Homepage des OuterLimits 6

zum Gästebuch

  Drucken


Rauchen 2001

Auf den Schock erst einmal "eine rauchen"
 
Hofheim Eine Studie beweist: Die Jugendlichen fangen immer früher mit dem Rauchen an, im Durchschnitt schon mit 13 Jahren. Auch in Hofheim sieht man erstaunlich viele Minderjährige mit dem Glimmstengel in der Hand.
 
Fährt man mit dem Auto durch Hofheim oder läuft durch die Stadt, sieht man sie überall, die jungen Raucher. Am so genannten "Maulaffeneck", einem Treffpunkt für Jugendliche, sitzen täglich etliche Jugendliche und fast alle haben eine Zigarette in der Hand. Läuft man weiter bis zur Eisdiele, trifft man auch dort öfter auf jugendliche Raucher. Und auch wenn man ins Hofheimer Jugendzentrum kommt, steigt einem der blaue Dunst in die Nase. Zwar sind die meisten schon volljährig, aber mit dem Rauchen angefangen haben sie schon viel früher.

Christopher Diem sagte, dass er schon mit zwölf Jahren die erste Zigarette geraucht hat und seitdem dabei geblieben ist. Christopher ist mittlerweile 18 Jahre alt und raucht bis zu zwei Schachteln am Tag. Warum genau er angefangen hat, weiß er heute nicht mehr.

Auch Michael Mahr meint, dass er schon mit 14 Jahren das Rauchen angefangen hat. Allerdings richtig stark raucht er erst, seitdem er 15 ist. Mittlerweile ist er schon zwölf Jahre Raucher und braucht am Tag eine ganze Schachtel. "Ich habe damals angefangen, weil es mich interessiert hat und außerdem hat irgendwie jeder geraucht. Mit der Zeit ist es halt immer mehr geworden."

Daniel Kranich und Matthias Kehl rauchen beide, seitdem sie 16 Jahre alt sind. Angefangen hat es bei beiden mit dem Schulabschluss. "Da haben wir so viel gefeiert und jeder hat geraucht, ich wollte es einfach auch mal ausprobieren", so Daniel. Heute ist er immer noch dabei und raucht bis zu eine Schachtel am Tag. Diese Aussagen der jungen Leute decken sich mit bundesweiten Umfragen. Im Durchschnitt probieren Jugendliche mit 13,6 Jahren ihre erste Zigarette. Das geht aus dem Endbericht der Studie "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2001" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln hervor.

Laut der BZgA-Studie probieren die meisten Jugendlichen ihre erste Zigarette im Alter zwischen elf und 16. Nachdem sie am Anfang nur wenig rauchen, bleiben die meisten dabei und der Zigarettenkonsum steigt stetig an. Die meisten werden zu starken Rauchern mit 20 Zigaretten am Tag oder mehr. Im Alter von 16 bis 20 Jahren rauchen etwa 46 Prozent aller Jugendlicher, heißt es in der Studie.

"Rauchen verursacht Krebs" und "Rauchen gefährdet die Gesundheit!" Diese und ähnliche Warnungen sind auf allen Zigarettenschachteln zu finden. Das hohe Gesundheitsrisiko, das man als Raucher eingeht, ist eigentlich auch allen klar, aber warum aufhören? Zwar drehte sich den meisten Jugendlichen schon einmal der Magen um, wenn im Unterricht mal wieder Filme über Raucher-Beine oder -Lunge zu sehen waren, aber abschrecken lassen sich die meisten dadurch nicht.

Außerdem kommt die Aufklärungsarbeit an den Schulen meist zu spät, nämlich wenn die meisten Kinder und Jugendlichen schon mit dem Rauchen begonnen haben. Im Unterricht sieht man gerade noch, wie einem uneinsichtigen Raucher das zweite Bein abgenommen wird, geht dann aus dem Klassenzimmer und muss auf den Schock erst einmal "eine rauchen".

Warum trotz der erschreckenden Bilder und dem Wissen um die Gefährlichkeit der Zigaretten so viele Jugendliche zur Zigarette greifen, hat verschiedenen Gründe. Bei dem einen ist es das "Cool-Sein" und ein anderer wollte es einfach mal ausprobieren. Auch der vielbesungene "Gruppenzwang" ist wohl einer der Gründe, warum man mit dem Rauchen anfängt. Wenn in der Clique alle rauchen, raucht man eben auch - wer will schon gerne ein Außenseiter sein?

Viel Einfluß haben auch Personen in einer Vorbildfunktion. Wenn zum Beispiel die Eltern rauchen, ist der Schritt für die Kinder zum dem giftigen Dunst nicht mehr all zu weit. "Da rauchen die Kinder einfach bei den Eltern mit", meint auch Daniel.

Wenn man erst einmal angefangen hat, kommt man nicht so einfach davon los. Das weiß eigentlich jeder, aber viele reden sich lange Zeit ein, dass man selbst jederzeit wieder aufhören kann. Und dann, wenn man es wirklich versucht, geht es plötzlich nicht. Vielen der Jugendlichen wäre es im nachhinein lieber, nie angefangen zu haben. "Ich wollte schon oft wieder aufhören, aber es klappt nicht mehr", sagt Michael.

Präventionsmaßnahmen werden zwar vom Gesundheitsamt, vom Jugendamt und von Schulen selbst durchgeführt, aber meist erst in den höheren Klassen, wo kaum noch einer auf die Ratschläge hört und die meisten sowieso schon feste Raucher sind.



   
  © Copyright 2006 JUZ Hofheim